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Stand: 28.07.2010

Hilfe zum Erstellen von Plugins

Der Aufbau eines Plugins

Dateiname

Schon der Dateiname des Plugins spielt eine wichtige Rolle. Der Tastenassistenten von Miriam bezieht sich auf den Namen des Programmes, für dass das Plugin gedacht ist, aus dem Dateinamen. Wenn bspw. die Datei "Outlook.ini" heißt, entfernt Miriam die Dateiendung und im Assistent erscheint das Plugin mit dem Namen "Outlook". Die Plugins für Miriam müssen immer die Dateiendung *.ini haben und im Unterordner "Lib" gespeichert sein, da Miriam die Dateien sonst nicht einbindet.

Der Text der *.ini File ist wie folgt aufgebaut: Jede Funktion erhält einen eigenen Abschnitt. Dieser wiederum ist immer nach dem selben Prinzip aufgebaut:

[Name der Funktion]
Classname1=Klassenname 1
Classname2=Klassenname 2
Key1=Taste 1
Key2=Taste 2
Hint=Hinweis in der "Statusleiste"

Classname

Classname 1

An dieser Stelle ist es wohl nötig, das Funktionprinzip von Miriam ein wenig zu erläutern. Miriam simuliert das Betätigen von Tasten auf der Tastatur und steuert so andere Programme. Damit die simulierten Tasten aber an den richtigen Ort gelangen - soll heißen, an das richtige Programm gesendet werden -, ist es nötig, eine Art Adresse anzugeben. Jedes Programmfenster besitzt einen sog. Classname. Diesen kann Miriam als Adresse verwenden. Um zu erfahren, wie man den Classname herausfindet, lesen Sie bitte auch den Abschnitt "Das Ermitteln der Classnames"

Classname 2

Wenn Sie die simulierten Tasten oder Tastenkombinationen nicht an das Programmfenster, sondern an ein untergeordnetes Objekt, wie z. B. Ein Textfeld schicken müssen, dann hilft ihnen nur der "Classname 2" weiter. Er wird ebenfalls wie eine Anschrift verwendet. Diesmal ist der Empfänger jedoch z. B. ein Textfeld oder eine Tabelle.

Zusammenfassung zu Classname

... mit einem kleinem Beispiel. Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Plugin für Notepad schreiben. Das hat zwar schon jemand anders gemacht, aber versuchen Sie es einfach einmal. Sie möchten mit den Zahlen auf den Tasten der Fernbedienung die Zahlen in das Textfeld schreiben. Sie benötigen also einmal den Classname 1 und den Classname 2. Der Classname 1 wäre für Notepad "Notepad". Als kleiner Hinweis: der Classname 1 ist nicht automatisch der Name des Programmes, aber bei Notepad trifft es zu.

Da Sie nun aber die Tasten "0" bis "9" nicht an das Fenster, sondern an das Textfeld schicken wollen, müssen Sie den Classname 2 angeben. Für das Textfeld in Notepad ist der Classname 2 "Edit". Nun sendet Miriam die Signale an das Fenster "Notepad" und dann an das Objekt "Edit". Wollten sie nur einen Hotkey wie "STRG + C" simulieren, brauchen und dürfen Sie nur den Classname 1 für das Fenster angeben.

Classname 1 und Classname 2 dürfen Sie sich so vorstellen, also ob Sie einen Brief an das Finanzamt schicken wollen. Da wird sich schon jemand finden, der Ihren Brief bearbeitet. Hier reicht es also, den Classname 1 nämlich "Finanzamt" anzugeben. Wenn sie jetzt aber an jemand Bestimmtes im Finanzamt schreiben, sagen wir einmal, Frau Lise Lotte Meyer, dann schreiben Sie auf den Briefumschlag, bzw. in den Brief als Zusatz "Frau Lise Lotte Meyer". Im Plugin würde das dann so aussehen:

Classname1=Finanzamt
Classname2 = Frau Lise Lotte Meyer

Das Ermitteln der Classnames

Nun kommen wird zum einzig schwierigem Teil: Dem Ermitteln der Classnames. Sie müssen jetzt wissen, welchen Classname Sie benötigen. Wenn nicht, sehen Sie sich noch einmal den Abschnitt "Classname" an.

Zur Ermittlung der Classnames verwenden wir ein in Miriam integriertes Tool. Sie starten es, imdem Sie auf den Mauszeiger hinter dem entsprechendem Eingabefeld klicken. Starten Sie nun das Programm, für dass Sie das Plugin erstellen wollen - falls Sie dies noch nicht getan haben. Ermitteln Sie Classname 1 und wenn Sie benötigen auch Classname 2 nach den im folgenden Abschnitt zu findenden Anweisungen. Wenn Sie mit dem Tool den richtigen Wert für den Classname gefunden haben, dann drücken Sie STRG + 9. Das Tool schließt sich wieder und der Wert wird automatisch in das Eingabefeld übernommen.

Classname 1

Wie schon zuvor erwähnt, ist Classname 1 eine Art Bezeichner des Programmfensters. Also suchen wir ihn auch im Programmfenster selbst. Am einfachsten findet man ihn in der Titelleiste des Programms. Bewegen Sie dazu den Mauszeiger in die Titelleiste des Programmfensters. Wenn Sie den richtigen Wert gefunden haben, drücken Sie, wie beschrieben, STRG + 9.

Es gibt auch Programme, die verwenden nicht die Standard Titelleisten sondern z. B. FlatStyle. Bei solchen Programmen finden wir den Classname nicht in der Titelleiste. Wenn wir ein solches Programm vor uns haben, dann müssen wir leider anders vorgehen: Suchen Sie in der Programmoberfläche nach Stellen, die nicht durch Buttons, Toolbars, Menüs, Eingabe- und Textfelder usw. verdeckt sind. An diesen Stellen muss das Originalprogrammfenster zu sehen sein. An solchen Stellen finden wir den Classname 1 auch.

Sollten sie solche Freistellen jedoch nicht finden, reicht das Integrierte Tool leider nicht mehr aus. Dann werden Profiprogramme - wie Sie von Programmieren verwendet werden - benötigt. Dies ist z. B. in PowerPoint der Fall.

Classname 2

Wenn Sie den Classname 2 benötigen, finden Sie diesen relativ einfach. Gehen Sie zunächst genauso, vor wie bei Classname 1. Nun suchen wir den Classname 2. Aber nicht in der Titelleiste, sondern in dem Objekt selbst. Kommen wir doch noch einmal zu unserem Notepad-Beispiel zurück: Sie wollen nun den Classname 2 für das Textfeld in Notepad bestimmen. Bewegen Sie dazu einfach den Mauspzeiger in das Textfeld. Im Handle Finder (so heißt das Tool mit dem Sie gerade arbeiten) wird nun der Classname "Edit" angezeigt. Und das war auch schon alles. Drücken Sie STRG + 9 um den Wert zu übernehmen.

Key1= , Key2=

Hier werden nun die Tasten, die Miriam simulieren soll angegeben. Die angegebenen Tasten werden alle auf einmal "gedrückt", so, dass auch Tastenkombinationen möglich sind.

Die Werte für Key1 bis Key2 sind sogenannte "Virtual Key Codes". Was das ist und welche Taste welchen Code hat, darum brauchen Sie sich ja nun nicht mehr kümmern. Suchen Sie sich in den Dropdown Menüs die Tasten aus und es werden die richtigen "Virtual Key Codes" eingetragen.

Autor: Hannes Kaube